Staffel II

Skills: Projekt

Der Name FABRİKA steht für ein deutsch-türkisches Internet- und Fernsehmagazin zu Bildung, Arbeit, Soziales und Kultur. Das Magazin richtet sich vorrangig an die in Deutschland lebende türkischstämmige Bevölkerung, es werden zusätzlich türkischsprachige Zuschauer im angrenzenden europäischen Raum erreicht.

Auf der Grundlage einer erfolgreichen Kooperation mit den größten türkischen Fernsehsendern ATV und Kanal D – in einem 16-teiligen Kurzfilmprojekt im Auftrag des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg in den Jahren 2009 bis 2010 – wurde die Zusammenarbeit mit türkischsprachigen Sendern sukzessive ausgeweitet. Das TV- und Internetmagazin FABRİKA ist aus mehreren Modulen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten zusammengestellt und richtet sich insbesondere an ein junges, türkischstämmiges Publikum. Es ist das erste von einer deutschen Institution produzierte Fernsehmagazin für die in Deutschland lebende türkischstämmige Bevölkerung und wird seit Dezember 2012 im türkischen Fernsehen Kanal D / EuroD als Monatsmagazin – mit Wiederholungssendungen – ausgestrahlt.

Das Magazin FABRİKA ist ein Internet- und Fernsehmagazin, welches die jeweiligen Schwächen der Medien kompensiert und ihre Stärken gezielt nutzt. Mit der Intention, nachhaltig wirksame Lernprozesse in Gang zu setzen, werden die Zuschauer daher vom eher emotional ansprechenden, gleichwohl inhaltlich flüchtigen Medium Fernsehen an die Internetangebote des Magazins weitergeleitet. Technisch neue Formen der Film-Textverknüpfung sollen mit dazu beitragen, dass die vielfältigen Informationen zu Bildung, Arbeit, Kultur und Sozialem in Wissen übergehen und so bei den Zuschauern bzw. Internetnutzern zum Lernen beitragen.

Die zweite Staffel des Internet- und Fernsehmagazins wird während des Jahres 2014 produziert und ab Juli 2014 bei Kanal D / EuroD ausgestrahlt.

Im Zentrum der Fortführung des Magazins steht das Handeln der Menschen im Alltag, wobei besonderes Augenmerk einerseits auf erfolgreiche Verständigung sowie andererseits auf nicht gelungene bzw. problematische Handlungen gerichtet wird. Damit soll erklärt werden, wie es in alltäglichen Situationen bei der Fülle an Handlungsmöglichkeiten, die zur Verfügung stehen, überhaupt möglich ist, sich zu verständigen und friedlich zu gemeinsamen Lösungen zu kommen. Offenkundig müssen Individuen permanent mit Hilfe von Stereotypen Vereinfachungen vornehmen, um nicht bei jeder Begegnung mit einem anderen in der Fülle von Möglichkeiten der Beurteilung handlungsunfähig zu werden. Diese Formen der Verallgemeinerung sind also offenkundig unabdingbar für das Handeln im Alltag.

Auf der anderen Seite stehen gesellschaftlich nicht wünschenswerte Aspekte des Handelns, wie Ausgrenzung und negative Vorurteile gegenüber bestimmten Personengruppen bzw. Benachteiligungen aufgrund bestimmter Personenmerkmale. Wie entstehen derartige negative Wahrnehmungsschemata, wie werden sie vermittelt und welche Möglichkeiten bieten sich an, um ihnen zu entgegnen? Auch hierzu werden im Magazin Erklärungen vorgestellt und praktische Hinweise für den Alltag gegeben.

Die zweite Staffel möchte dazu beitragen, soziale Konflikte verständlich zu machen und im Sinne der Aufklärung Kenntnis darüber zu vermitteln, wie sie zu vermeiden sind bzw. in friedliche Formen der Auseinandersetzung über verschiedene Auffassungen überführt werden können.