Biotechnologie

Skills: Berufe

In der FABRİKA-Folge 5 gewährt uns Sibel Gülücü einen Einblick in ihre Arbeit als Biotechnologin. Dabei wird deutlich, dass die Biotechnologie eine wichtige Rolle in der Lebensmittelindustrie spielt. So beschäftigt sich Sibel Gülücü aktuell mit der Gewinnung natürlicher Aromakomponenten für die Getränkeherstellung. Da Aromastoffe wirtschaftlich immer mehr an Bedeutung gewinnen, handelt es sich hier um einen zukunftsträchtigen Forschungsbereich.

Die Biotechnologie beschäftigt sich mit der Anwendung technischer Verfahren auf lebende Organismen (siehe Glossar). Biotechnologie kann man an einer Fachhochschule oder an einer Universität studieren, als eigenständiges Fach oder als Schwerpunkt innerhalb anderer Studiengänge (z.B. Verfahrenstechnik oder Agrarbiologie). Das Studium schließt u.a. Bereiche der Mathematik, Gentechnik, Biologie, Chemie, Verfahrenstechnik, Physik und Biophysik mit ein.

Das Studium ist sehr praxisorientiert, vor allem an den Fachhochschulen, was bedeutet, dass im Laufe des Studiums Praktika in hochschulexternen Betrieben oder Forschungseinrichtungen absolviert werden müssen. Zusätzlich beinhaltet das Studium hochschulinterne Praktika in den Labors der jeweiligen Fakultät. Bei Bachelor-Studiengängen beträgt die Regelstudienzeit 6 bis 8 Semester. Auslandssemester, Eltern- und Mutterschutzzeiten sowie Krankheitszeiten können auf Antrag von der Regelstudienzeit ausgenommen werden.

Zugangsvoraussetzung für ein Biotechnologiestudium ist die allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder ein Fachabitur. Weitere Einzelheiten sind den Studien- und Prüfungsordnungen der einzelnen Hochschulen zu entnehmen. Wie in anderen Fächern sind Fremdsprachenkenntnisse, Auslandserfahrung und internationale Zusatzqualifikationen sehr zu empfehlen – schon allein deshalb, weil viele Forschungsprojekte länderübergreifend sind. Das von unserer Protagonistin Sibel Gülücü angesprochene Projekt mit türkischen Kooperationspartnern ist ein gutes Beispiel dafür.

Die Einsatzmöglichkeiten für Biotechnologen und Biotechnologinnen sind vielfältig. Ihr Fachwissen ist nicht nur in der Lebensmittelindustrie, sondern auch in der Pharmaindustrie, der Kosmetikbranche sowie in etlichen anderen Forschungsbereichen gefragt. Die Biotechnologie gehört zu den Berufsfeldern, in denen zukünftig mit einem Fachkräftemangel zu rechnen ist.