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Fachkräftemangel im Handwerk

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Kalifiye eleman eksikliği giderek daha büyük bir sorun olacak gibi görünüyor. Bu alanda göçmen kökenli gençlerin desteklenmesi ve kadınların zanaatkârlığa kazandırılmasına yönelik çalışmalarla birlikte farklı yollar da deneniyor. Örneğin Aşağı Franken Zanaatkârlar Odası’nın bu bağlamda üç yıl içinde ustalık belgesi alınabilen “Eğitiminizi Birleştirin, Bırakmayın” adlı oldukça yeni bir projesi var. Bu arada işletmeler yeni eleman açıklarını gidermek için artık yurtdışında da eleman arıyorlar. Alman Zanaatkârlar Federasyonu Başkanı ise çözüm için emeklilik yaşının 70’e çıkarılması ve herhangi bir mezuniyet belgesi almadan okuldan ayrılan gençlerle daha fazla ilgilenilmesi çağrısında bulunuyor.

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Hinter den Bemühungen, einerseits mehr junge Menschen mit Migrationshintergrund für handwerkliche Ausbildungsberufe zu gewinnen und andererseits mehr Frauen für sogenannte Männerberufe zu begeistern, steckt nicht nur das politische Ideal der Chancengleichheit und Vielfalt. Es geht auch darum, dem wachsenden Mangel an Nachwuchs, von dem viele handwerkliche Berufe betroffen sind, entgegenzuwirken. Im Jahr 2011 hatten 40 % aller Firmen Schwierigkeiten, ihre Fachkraftstellen zu besetzen, und 11.000 Ausbildungsplätze blieben ungenutzt (Deutscher Bundestag, 2011). Nachdem Deutschland sich schneller als erwartet von der Wirtschaftskrise erholt hat, scheint der Fachkräftemangel zu einem immer größeren Problem zu werden. Das Handwerk setzt auf verschiedene Maßnahmen, um diesem Problem zu begegnen. Eine ganz neue Maßnahme ist das Projekt Studienanschluss statt Studienabbruch der Handwerkskammer Unterfranken, das Studienabbrechern ermöglicht, in einem Handwerk innerhalb von drei Jahren den Meister zu machen. Die Ausbildung zum Gesellen wird auf zwei Jahre verkürzt, und innerhalb dieser Zeit können die Auszubildenden auch schon die Hälfte der Kurse absolvieren, die notwendig sind, um Meister zu werden. Die Meisterprüfung selbst kann dann nach einem weiteren Jahr abgelegt werden. Inzwischen interessiert sich auch das Bildungsministerium für dieses Projekt. Mit einer solchen Maßnahme auf Bundesebene ließen sich quasi zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Für die vielen Studienabbrecher würden sich neue Perspektiven eröffnen (jede/r Dritte verlässt die Universität ohne Abschluss), und man könnte dem wachsenden Mangel an Führungskräften innerhalb des Handwerks (DIE ZEIT, 18.06.2013) zumindest teilweise Abhilfe schaffen.

Nicht nur im Inland wird mit verschiedenen Initiativen gezielt um Nachwuchs geworben, sondern auch im Ausland. In Handwerkszeitungen oder -magazinen werden Informationen gegeben, wie Handwerksbetriebe am leichtesten geeignete Bewerber/innen im Ausland finden können und welche rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Zum Beispiel darf nur jemand aus dem Ausland angeworben werden, wenn im Inland keine geeigneten Kandidaten/Kandidatinnen zu finden sind.

Otto Kentzler, der Präsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks, hat sich angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels vor kurzem dafür ausgesprochen, das Renteneintrittsalter auf 70 zu erhöhen, mit dem Argument, dass viele ältere Menschen noch fit seien und man von ihrer Erfahrung profitieren könne. Des Weiteren plädierte er dafür, sich in Zukunft auch um Schulabgänger ohne Schulabschluss zu bemühen.

Quellen:
Alexander Demling, „Tschüss Uni, ich werde Schreiner“DIE ZEIT, 18.06.2013.
Jesko zu Dohna, „Bäcker und Metzger dringend gesucht“Süddeutsche Zeitung, 07.03.2012.
„Jeder fünfte Handwerker hat Migrationshintergrund“, Deutscher Bundestag, Presse, 14.12.2011.
„Handwerk: Firmen fehlen im Aufschwung die Fachkräfte“Spiegel online, 15.06.2011.
„Handwerkspräsident plädiert für Rente ab 70“Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.08.2013.
Marion Henig, „Demografischer Wandel: Herausforderungen und Chancen für Handwerksbetriebe“handwerk-magazin.de, 13.03.2013.
„Mangelberufe für Zuwanderer stehen fest“DeutscheHandwerksZeitung, 23.07.2013.
Sandra Rauch, „Ausländische Arbeitnehmer: Jenseits der Grenze nach Verstärkung suchen“handwerk-magazin.de, 07/2012.
Sandra Rauch, „Alternative Bewerber: Neue Zielgruppen erschließen und fördern“, handwerk-magazin.de, 07/2012,http://www.handwerk-magazin.de/neue-zielgruppen-erschliessen-und-foerdern/150/407/174481/
Claus Schnabel und Juliane List, Qualifizierungsbedarf und Fachkräftemangel im Handwerk – Eine Untersuchung im Auftrag der Handwerkskammer für Mittelfranken 2011.

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