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Traditionelles Handwerk
hat nach wie vor seinen Wert

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Bazı zanaat kollarında eski bilgi ve teknikler hâlâ çok önemli bir yer tutuyor. Sazdan çatı ve yarım kârgir ustalığı inşaat sektöründen buna verilebilecek iki iyi örnek. Çalgı yapımında da eski zanaatlar (örneğin keman yapımcılığı) hâlâ eskisi kadar talep görüyor. FABRİKA’nın “Zanaatkârlık”la ilgili bu bölümünde kuyumculuk/altın işçiliği de ele alınıyor. Takılar söz konusu olunca hâlâ birçok kişi el yapımı özel bir parçayı kitlesel üretimden çıkan ürünlere tercih ediyor. Bu tercih, geçmişi oldukça eskiye dayanan bu zanaatın daha uzun süre ayakta kalmasını sağlayacaktır.

Einige Handwerksberufe sind ausgestorben, andere sind neu hinzugekommen. Doch gleichzeitig gibt es Handwerke, in denen altes Wissen, von Generation zu Generation weitergereicht, nach wie vor einen hohen Wert hat. Zwei Beispiele aus dem Baugewerbe sind das Decken von Reetdächern und die Instandhaltung von Fachwerkhäusern. In verschiedenen Gegenden Deutschlands sind noch jahrhundertealte Fachwerkhäuser erhalten, die größtenteils unter Denkmalschutz stehen. Das trifft auch auf viele alte Reeddachhäuser zu, die vor allem im Norden Deutschlands, aber z.B. auch am Bodensee zu finden sind. Der Erhalt von Reetdächern und Fachwerk erfordert Spezialwissen, das sich aus uralten Handwerkstechniken und neuen Kenntnissen zusammensetzt. Da sich Reetdächer wieder wachsender Beliebtheit erfreuen, haben sich vor allem in Norddeutschland zahlreiche Betriebe niedergelassen, die auf dieses Handwerk spezialisiert sind. Nachdem das dafür benötigte Wissen in der Dachdeckerausbildung über einige Zeit vernachlässigt wurde, können sich Auszubildende inzwischen von vornherein für die Fachrichtung Reetdachtechnik entscheiden.

Zum Teil werden in der Denkmalpflege alte Bautechniken, von denen man zwischenzeitlich Abstand genommen hatte, wiederbelebt, da sie gegenüber neueren Techniken eindeutige Vorzüge haben. So wurden für die Restaurierung von Fachwerkhäusern über eine längere Zeit hinweg industriell gefertigte Baustoffe verwendet, bis man entdeckte, dass diese im Gegensatz zu Lehm eher zur Zerstörung alter Gebäude beitragen. Man hatte aber verlernt, den natürlichen Baustoff Lehm zu verarbeiten, weswegen z.B. die Deutsche Bundesstiftung Umwelt in den neunziger Jahren Seminare zur Handhabung von Lehm unterstützte: „Im Bereich der Denkmalpflege ist ein Bedarf an der Weitervermittlung alter Techniken im Lehmbau gegeben. Und auch mit Blick auf die Weiterentwicklung des umweltverträglichen Bauens insgesamt wird dieser Werkstoff in Zukunft deutlich an Bedeutung gewinnen“ (1994).

Auch im Instrumentenbau ist alte Handwerkskunst nach wie vor gefragt, zum Beispiel im Geigenbau. Zwar ist die industrielle Konkurrenz groß, doch hochwertige Streichinstrumente werden weiterhin in aufwendiger Handarbeit hergestellt oder repariert, nach tradiertem Wissen. Vereinzelt wird in diesem Bereich das Handwerk auch noch von einer Generation an die nächste weitervermittelt. Gute Beispiele hierfür sind die Geigenbauwerkstatt Brückner in Erfurt (3 Generationen) oder die Geigenbauerwerkstatt Krause in Saarbrücken (2 Generationen). Neben diversen anderen Faktoren – wie beispielsweise der Klangqualität – haben handgefertigte Instrumente den Vorteil, dass bei deren Bau die individuellen Wünsche des Kunden/der Kundin berücksichtigt werden können.

In unserer FABRİKA-Sendung zum Thema Handwerk geht es unter anderem um den Beruf des Goldschmieds, der ebenfalls eine lange Tradition hat. Die Produktion von Schmuckstücken erfolgt in einer Goldschmiedewerkstatt beinahe ausschließlich in Handarbeit, was auch daran liegt, dass viele Arbeitsgänge gar nicht von Maschinen ausgeführt werden können. Dazu gehört zum Beispiel das Granulieren, also das Verschweißen vieler kleiner Metallkügelchen, so dass sie sich nur an den Verbindungspunkten berühren, oder das Ziselieren, sprich das Formen von Metallen durch Hämmern. Dabei handelt es sich um jahrhundertealte Verfahren. Wenngleich manche Schmuckstücke auch als industriell gefertigte Massenware erhältlich sind – wie z.B. Eheringe –, bevorzugen viele Käufer/innen dennoch das Unikat aus einer Goldschmiedewerkstatt. Insgesamt ist das Goldschmiedehandwerk aller Massenproduktion zum Trotz wohl nicht vom Aussterben bedroht. So äußerte Goldschmied Bernhard Thein der ZEIT gegenüber: „Goldschmiedekunst per Hand wird immer Bestand haben. Auch alter Schmuck muss gepflegt und aufgearbeitet werden. So was geht nur per Hand.“ Goldschmied/Goldschmiedin ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf (3,5 Jahre) und setzt neben handwerklichem Können auch künstlerische Fähigkeiten voraus.

Wie schon in Zusammenhang mit der Reetdachtechnik deutlich wurde, hängt das Schicksal einzelner Handwerke bisweilen von gesellschaftlichen Trends ab. Das Uhrmacherhandwerk gehört auch dazu. Mit dem Quarzuhr-Boom in den 1970ern und 1980ern nahm das Interesse an mechanischen Uhren deutlich ab, und in Deutschland wurden viele Ausbildungsplätze mangels Nachfrage abgebaut. Seit einigen Jahren erlebt die mechanische Uhr weltweit ein Comeback, wovon auch das deutsche Uhrmacherhandwerk profitieren dürfte.

Quellen:
„Altes Handwerk: Geigenbauer – Drei Generationen ziehen andere Saiten auf“.
Gabriele Bode, „Handwerk – Dach aus Reet überdauert Jahrhunderte“Nordwest-Zeitung, 22.09.2013.
Goldschmiede Cifci.
„Goldschmied und Uhrmacher: Altes Handwerk triff auf neue Trends“RuhrNachrichten, 04.04.2013.
Sonja Lehnert, „Altes Handwerk findet neue Fortbildung“,reinMein, 27.07.2010.
„Neue Blütezeit für altes Handwerk: Lehm soll Fachwerkhäuser retten“, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, 09.12.1994.
„Quarz ist out: Mechanische Uhren im Kommen“, FOCUS, 28.12.2005,
„Wir im Saarland – Altes Handwerk: Der Geigenbauer“SR-Fernsehen, 26.07.2013.
Markus Schleufe, „Goldschmied: Künstler mit goldenen Händchen“DIE ZEIT, 16.07.2010.
 

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