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Solartechnik und Elektromobilität

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Enerji alanındaki dönüşüm zanaatlara da yeni imkânlar sunuyor. FABRİKA’nın “Zanaatkârlık”la ilgili bu bölümünde ele aldığımız güneş enerjisi teknolojileri ve elektromobilite sayesinde elektronik, metal ve inşaat gibi alanlarda eğitim almış olanlar için çok sayıda yeni iş sahası açılıyor. Hatta bazı yeni meslek profilleri bile geliştiriliyor.

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„Die Zukunft des Handwerks liegt in neuen Technologien und erneuerbaren Energien“, so Professor Juckenack vom Wirtschaftsministerium Thüringen bei der Eröffnung der Mitteldeutschen Handwerksmesse in Leipzig im Jahr 2008. Seither sind einige Jahre vergangen, doch die Aussage hat nach wie vor Gültigkeit. Wie in der FABRİKA-Sendung zum Thema Handwerk deutlich wird, eröffnet der Trend zu umweltschonender Energieerzeugung und die Notwendigkeit, eine Alternative zu knapp werdenden Rohstoffen zu finden, nicht nur neue Tätigkeitsfelder für Ingenieurs- und Naturwissenschaftler, sondern auch für das Handwerk.

Nicht zuletzt wegen steigender Öl- und Gaspreise ist die Solarindustrie, speziell die Photovoltaik, seit Jahren ein wachsender Wirtschaftszweig. Solaranlagen müssen nicht nur gebaut und montiert, sondern auch regelmäßig gewartet werden. Ausgebildete Handwerker aus den Bereichen Sanitär-Heizung-Klima, Elektro, Bau, etc. können sich zum Solartechniker weiterbilden lassen und sich im Anschluss auf einen bestimmten Teilbereich spezialisieren – auf die Konzeption und Planung von Solaranlagen, die Kundenberatung, etc. – oder sich mit einem eigenen Betrieb selbstständig machen. In unserer FABRİKA-Sendung gewähren uns Eva Stegen, Energieberaterin der Elektrizitätswerke Schönau, und Gülcan Nitsch, Gründerin von Yeşil Çember, einen Einblick in den Bereich erneuerbare Energien. Die Elektrizitätswerke Schönau, die ursprünglich aus einer Bürgerbewegung entstanden sind, haben in Deutschland Vorbildcharakter. Der von ihnen gelieferte Strom wird zu 6 % als Solarstrom erzeugt – was weit über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegt –, und der Rest durch umweltfreundliche Blockheizkraftwerke. Längst versorgen die EWS nicht nur Schönau mit Strom, sondern mehr als 135 000 Privathaushalte bundesweit, und sie sind bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden. Yeşil Çember, das sich für die umweltfreundliche Energieerzeugung einsetzt, wurde unter anderem mit dem französischen Umweltpreis Trophée de Femmes geehrt (Yves Rocher Fondation).

Ein weiterer wachsender Wirtschaftszweig ist die Elektromobilität, auf die in unserer FABRİKA-Sendung auch eingegangen wird. Neben der Produktion von Elektroautos eröffnet der Aufbau der dafür benötigten Infrastruktur zahlreiche neue Tätigkeitsfelder für Menschen mit einer Ausbildung im Metall-, Elektro- oder Baugewerbe. So sollen beispielsweise bis 2020 in ganz Deutschland über 1,2 Millionen Ladepunkte entstehen, überwiegend in Privathaushalten (80%), aber auch an Tankstellen und andernorts. Seit längerem werden diverse Zusatzausbildungen angeboten, die eine Tätigkeit im Bereich der Elektromobilität ermöglichen. Gebraucht werden unter anderem Prozessmanager/innen Elektrotechnik oder Produktionstechnologie, Netzmonteure/Netzmonteurinnen, Industriemeister/in Elektrotechnik oder Mechatronik. Hinzu kommen Berufe, deren Profile derzeit neu entwickelt werden. So ist z.B. vom Elektro-Technologie-Zentrum und dem Fachverband für Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg aktuell ein Lehrgang zur „Spezialist/in für Infrastruktur und Systeme der Elektromobilität“ erarbeitet worden. Die ersten 38 Teilnehmer erhielten dieses Jahr ihr Abschlusszertifikat.

Quellen:
 
Ausbildungsberufe für die Elektromobilität – Ein dynamisches Innovationsfeld bietet spannende Perspektiven, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bonn/Berlin, 2011.
„In Baden-Württemberg gehen die ersten Spezialisten für Ladestromversorgung von Elektromobilen an den Start“, e-mobilBW/Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie Baden-Württemberg GmbH, 17.05.2013.
Berufswahl 2014 – Mein Weg in die Zukunft.
Elektrizitätswerke Schönau
„Fachwissen bitte!“, Energiewende Baden-Württemberg, [abgerufen am 12.09.2013].
„Das Handwerk lebt von Qualitätsarbeit und Garantie“DeutscheHandwerksZeitung, 04/2008.
Yeşil Çember

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